Der Ziegelbrenner
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ungelesen/ Neubuch. Der Autor, selbst vom Fach (wenn auch selbst streitbar, jedoch nicht unumstritten), würdigt zunächst den eigenwilligen und kreativen Kopf Wohllebens, um dann jedoch schnell abfällig vom „Wald-und Wiesen-Förster“ zu sprechen, „der dann auch noch begann, sich privat als Schriftsteller zu betätigen“ (S. 3). Bode betrachtet Wohllebens erste beide Werke („Wald ohne Hüter“, 2007 und „Holzrausch“, 2008) noch als „mutig, kritisch reflektierend, praxisbetont und fachlich korrekt“ (ebd.). Für seine späteren, nach Ansicht Bodes reisserischen und unqualifizierten Bücher, bräuche es, in Anlehnung an einen der Wohlleben-Buchtitel, einen „langen Atem“, „wenn man seine forstlich hausbackenen Wald- und Naturerkenntnisse am laufenden Band konsumieren will“ (S. 6). Anstelle nachhaltiger Holzerzeugung setze Wohlleben, so Bode, pure Ideologie – wobei er denn auch noch Titel-Plagiate, teils womöglich gar inhaltliche Plagiate herausgebe. Bodes Kritik an der Geschäftstüchtigkeit, um nicht zu sagen Geschäftemacherei Wohllebens ist teilweise berechtigt. So nimmt er das Geschäftsmodell „Urwaldprojekt“ von Wohllebens „Waldakademie“ auseinander, schießt aber auch übers Ziel hinaus mit Disqualifizierungen, die eher persönlich wirken – eine Info-Broschüre, die bei „gerade mal 40 Seiten“ 9,80 Euro kostet (S. 18) ist jedenfalls ein Eigentor, das sich das Preis-Leistungs-Verhältnis vom Umfang her bei dieser Schrift Bodes auch nicht besser darstellt, im Gegenteil. Man könnte Bode ebenso unterstellen, sich an den Wohlleben-Erfolg mit seiner Schrift dranhängen zu wollen. Dabei ist die deutsche „Waldliebe“ ein Missverständnis – Bode weist darauf kurz hin, und gerade zu diesem Aspekt hätte man sich – anstelle vielfältiger Wohlleben-Schmähungen – mehr substantielle Informationen gewünscht. (Gerald Grüneklee)
sehr guter Zustand, 32 S., Klammerheftung
Bode Wilhelm
Bad Orb
2024
978-3-7939-0920-0
J. D. Sauerländer´s Verlag