Amhang Ada u.a. (Hrsg.)

Spuren der Solidarität – Betriebliche Organisierung am Beispiel der Industrial Workers of the World (IWW)

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Beschreibung

ungelesen/ Neubuch. Weitere Herausgeber: Levke Asyr, Montel Nickleberry, Mark Richter. „Ausgangspunkt des Konzepts der Solidaritätsgewerkschaft sind die alltäglichen Sozialbeziehungen am Arbeitsplatz und die darin versteckte Solidarität. Diese soll die Basis für den Aufbau von Macht am Arbeitsplatz durch Organisierung in Betriebskommitees und direkte Aktionen bilden. In einem kollektiven Prozess soll ein Komitee konkrete Forderungen formulieren und taktisch kluge Aktionsformen entwickeln. Dahinter steht ein Verständnis von gewerkschaftlichem Handeln, in dem es nicht darum geht, von der Kapitalseite als Vertragspartner anerkannt zu werden – von dieser rechtlichen Ebene, so die Empfehlung, sollte man sich eher fernhalten. Gewerkschaftliches Handeln sei vielmehr, wenn sich zwei oder mehr Kolleg:innen zusammenschliessen, um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern und damit auch die Machtverhältnisse im Betrieb zu verändern. Hierzu brauche es keine Verträge mit langwierigen Verfahrenswegen, Streikverboten und desorganisierenden Nachwirkungen. Veränderungen werden schlicht unmittelbar eingefordert… Trotz aller Offenheit wird man jedoch am Ende den Eindruck nicht ganz los, dass der Ansatz etwas provinziell bleibt. Das liegt zum einen daran, dass es einen Hang zur Vereinsmeierei gibt. Im Fokus steht die Einzigartigkeit der IWW und ihre Geschichte. Dass es auch andere Organisationen in der Tradition des Syndikalismus und auch faktische Prozesse der Organisierung in Betriebskommitees – etwa in Portugal nach dem Staatsstreich im April 1974 – gibt, aus deren Erfahrungen man lernen könnte, findet kaum Berücksichtigung. Und auch Bezüge zu aktuellen, thematisch naheliegenden Debatten um Organisation und Strategie in anderen Teilen der radikalen Linken werden kaum hergestellt. So wäre es bspw. interessant gewesen, wenn auf die Kritik am Syndikalismus eingegangen worden wäre, die von den Angry Workers formuliert wurde und die auf die Gefahr hinweisen, dass sich die unmittelbaren Forderungen bestimmter Gruppen von Arbeiter:innen auch gegen die Einheit der Klasse richten und somit «einer konsequenten Klassenlinie widersprechen» können.“ (communaut.org)

Zusätzliche Information

Gewicht 600 g
Zustand

sehr guter Zustand, 373 S., kart.

Autor

Erscheinungsort

Berlin

Erscheinungsjahr

2024

ISBN/ISSN-Nummer

978-3-9825440-3-8

Verlag