Theweleit Klaus

Männerphantasien

58,00

Vorrätig

Beschreibung

ungelesen/ Neubuch. Das Standardwerk zur Vorgeschichte des Nationalsozialismus in einer aktuellen, erweiterten Ausgabe, so aktuell wie nie! „Tagebücher, Briefe, Autobiografien und Romane von Mitgliedern der sogenannten Freikorps, also paramilitärischer Einheiten und Söldner, die nach Ende des Ersten Weltkriegs sich weigerten, ins Zivilleben zurückzukehren, und stattdessen die kommunistischen Räte und die Weimarer Republik überhaupt bekämpften, wie etwa bei Hitlers Putschversuch 1923: Das ist die Datenbasis, auf deren Grundlage Theweleit erzählt, wie aus verdrängter Sexualität Gewalt wird… Mitte der siebziger Jahre über den sozialen Charakter von Geschlechterdifferenzen und die patriarchalische Sexualität von Unterdrückern und Unterdrückten zu schreiben, hatte sicher noch eine anderen Stellenwert als heute, vierzig Jahre später. Wie Theweleit in seinem Nachwort zur Neuausgabe deutlich macht, hat sich an der Aktualität dieser Unterscheidung nicht viel geändert. Die Ängste der Menschen, die sich als ´Besorgte´ verkleiden, sind wenig anders…. Lange Zeit konnte man, was diese Männerängste zur Gewalt befeuert als gesellschaftliches Nischenphänomen betrachten. Durch die Digitalisierung, so Theweleit, haben sich diese Nischen von innen nach außen gestülpt. Alle rechtsradikalen Mörder der Gegenwart, ob im neuseeländischen Christchurch oder neulich in Halle, zeigen, etwa via Facebook, wie sie vorgehen. Sie ahmen nach und wollen Vorbild sein für Nachahmer…“ (Guido Graf im Deutschlandfunk zur Neuauflage von Theweleits zuerst 1977 erschienenen Buch). Das Buch ist ein Plädoyer für Lebendigkeit, gegen die Kultur des Todes, und das Faszinierende ist, dass die Buchform und -ästhetik dies schon spiegelt. Auch vor dem Hintergrund des wachsenden Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in Europa ist dieses Buch höchst aktuell!

Zusätzliche Information

Gewicht 1100 g
Zustand

sehr guter Zustand, 1.278 S., Pappband, geb.

Auflage

3., überarbeitete Ausg.

Autor

Erscheinungsort

Berlin

Erscheinungsjahr

2019

ISBN/ISSN-Nummer

978-3-957577-59-7

Verlag