Bauer Rudolph

Kritisches Wörterbuch des Bunten Totalitarismus Heft 4: T bis Z

7,00

Nicht vorrätig

Beschreibung

ungelesen/ Neubuch. Vierter, abschließender Teil. Der Bezug schon im Titel ist deutlich: das „Wörterbuch des Unmenschen“, verfasst von Dolf Sternberger, Gerhard Storz und Wilhelm E. Süskind und 1957 veröffentlicht, enthielt eine Sammlung von Begriffen, die in Deutschland von den Nationalsozialisten — und ihren Handlangern in den Institutionen und Medien — verwendet wurden, um die NS-Ideologie zu verbreiten und das Staatsvolk auf eine gemeinsame weltanschauliche Linie zu bringen. Nach Abschluss von Bauers vierbändigem Werk schrieb Gunther Sosna: „ Das Wörterbuch schöpft seine Bedeutsamkeit aus einer Vielzahl von überraschenden Pointen und gedanklichen Rückschlüssen, die selbst inhaltsleere Schlagwörter wie ´Transformation´ oder ´zukunftsfähige Gesellschaft´ mit Leben erfüllen. Außerdem besticht es durch die prägnante Darstellung komplexer Dimensionen und die Benennung kaum beachteter Facetten politischen Agierens, die bis in die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte und in die Kellergewölbe der Macht reichen. Dadurch wird das ´Kritische Wörterbuch´ zum Must-have jedes politisch interessierten Menschen, der seine Weltsicht über den von der Herrschaft erwünschten Horizont hinaus erweitern will, ohne dafür ganze Bibliotheken lesen zu müssen. Rudolph Bauer hat sich mit seinen vier Heften — zusammen rund 400 Seiten — das Prädikat Regimekritiker redlich verdient. Sein ´Kritisches Wörterbuch´ beantwortet durch die Sezierung nicht nur politischer und soziologischer Fachbegriffe im Brecht’schen Sinne alle „Fragen eines lesenden Arbeiters“. Mit einem glühenden Vierzack aus geschichtlich belegtem Wissen, umfangreichen Quellenangaben, logischen Schlussfolgerungen und einer allgemeinverständlichen Erklärungsweise wird vor allem den Wörtern des alltäglichen Gebrauchs zu Leibe gerückt, deren Sinngehalt von der herrschenden politischen Klasse zum Teil ins völlige Gegenteil verkehrt wird. Dadurch qualifiziert sich Bauers ´Kritisches Wörterbuch des Bunten Totalitarismus´ als essenzielle Grundlage für die vorgezogene Analyse der noch anhaltenden, aber schon jetzt historisch einmaligen Entwicklungen, die sich als Amoklauf des Kapitals in die Geschichtsschreibung und das kollektive Gedächtnis einbrennen werden. Ebenso die mediale Dominanz einer kapitalkonformen Expertokratie, die die alleinige Deutungshoheit über Begriffe und Ereignisse beansprucht, diese analysiert, das heißt, intensiv vorkaut und dann Stück für Stück an die Bevölkerung verfüttert… Mit einem Tarnanstrich aus sprachlichen Verdrehungen und dem langen Arm seiner moralischen Überlegenheit, die bis zu den Sternen reicht, imprägniert sich der bunte Totalitarismus gegen jede begründete Kritik. Was Wirkung entfaltet, wird durch Diffamierung im Keim erstickt. Ein Griff zu Bauers Wörterbuch bringt Klarheit… Es war der Soziologe Pierre Bourdieu, der in seinem 1979 veröffentlichten Buch ´Die feinen Unterschiede — Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft´ begründet herausarbeitete, dass die breite Masse das Spiel der Herrschenden weder durchschaut noch ihre Sprache versteht und sich daher bei der Beurteilung von politischen Zusammenhängen vor allem auf ihr Gefühl verlassen muss. Sachlich begründete Begriffserklärungen, so wie sie Bauer in seinem Wörterbuch vorhält, sind daher im besten Verständnis von politischer Bildung mehr als eine sinnvolle Ergänzung. Sie sind eine Notwendigkeit, um den politischen Trash-Talk der Parteieliten und Experten abzuschütteln, der darauf abzielt, die Emotionen der Menschen zu triggern und sie gegen andere Menschen, die im gleichen Boot sitzen, aufzuhetzen, damit sich die Oberschicht auf dem Weg ins Steuerparadies ungestört die Taschen füllen kann. Auch das hat Methode.“

Zusätzliche Information

Gewicht 600 g
Zustand

110 S., Klammerheftung

Autor

Erscheinungsort

Bergkamen

Erscheinungsjahr

2025

ISBN/ISSN-Nummer

978-3-88515-376-4

Verlag