Ramus Pierre (d.i. Rudolf Großmann)

Gesammelte Werke – Band 2: Justizkritische Betrachtungen

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Beschreibung

Im Auftrag der Pierre Ramus-Gesellschaft herausgegeben von Gerhard Senft und von diesem mit einer umfasenden Einleitung versehen. Mit einer ausführlichen Abhandlung über Stirners Individualanarchismus. Nicht allein die großen und recht bekannten Staatsverbrechen stehen im Mittelpunkt der kritischen Beobachtungen von Ramus (etwa die Hinrichtung der Haymarket-Anarchisten in Chicago 1887, die Ermordung von Sacco und Vanzetti 1927 oder der Freispruch der Mörder von Gustav Landauer), sondern auch die oft viel zu wenig beachteten Tragödien der „kleinen Leute“ finden hier die nötige – und feinsinnige – Aufmerksamkeit. Gerade auch für letzter gilt: „Bis zu neunzig Prozent der Verbrechen sind zurückzuführen, indirekt wie direkt, auf das bestehende Geldraubsystem, auf das Grund- und Bodenmonopol, auf das bestehende Gewinn-, Profit- und Rachgiersystem, das durch die Gesetze des Staats aufrechterhalten und geschützt wird“ (S. 270). Das der Knast auch als „Schule der Nation“ funktioniert, bestätigt Ramus: „Denn ich, der ich Anarchist geworden bin durch das Studium der Werke von Leo Tolstoi und Peter Kropotkin, habe es erst im Gefängnis verstanden, was es bedeutet, den Staat als Einrichtung zu verwerfen“ (S.262).

Zusätzliche Information

Gewicht 600 g
Zustand

sehr guter Zustand, 301 S., kart.

Autor

Erscheinungsort

Wien

Erscheinungsjahr

2020

ISBN/ISSN-Nummer

978-3-900434-92-2

Verlag