Der Ziegelbrenner
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Hartmann will bestimmte Maßnahmen wie Masken und soziale Distanz nicht grundsätzlich kritisieren, und er geht u.a. der zeitweise pauschal behaupteten „Übersterblichkeit“ auf den Leim. Ihm geht es um etwas anderes, nämlich um die Kritik der staatlichen Machtformierung und die damit einhergehende technologisch-digitale Offensive. Die Linke habe es mit ihrer „Zurückhaltung ermöglicht, dass der Staat dieses Konfliktfeld zu einer politischen Arena für ihre neue Machtaneignung und -formierung herrichten und ausbauen konnte. Sicher gab es auf lokaler Ebene beeindruckende Auseinandersetzungen von linker Seite mit der staatlichen Coronapolitik, etwa gegen die Migrant_innen und gegenüber dem Pflegepersonal, Aber sie wurden nicht weiterentwickelt zu einem Kampf gegen diese neue Machtaneignung“ (S.3f.). Hartmann kritisiert pauschal das politische Milieu der Querdenker_innen, übersieht dabei jedoch, dass jegliche Kritik an den Maßnahmen umstandslos als rechtes Projekt denunziert wurde. So erkennt er auch nicht das grundlegende Problem eines neuen Autoritarismus, der auch von weiten Teilen des linken Milieus aktiv mitgetragen wurde und wird, und der gerade den Rechten zuspielt. Insgesamt ist dieses Büchlein eine wirklich enttäuschende Publikation dieses einstmaligen sozialrevolutionär-operaistischen Aktivisten.
sehr guter Zustand, 61 S., kart.
Hartmann Detlef
Berlin
2022
978-3-910281-04-2
Immergrün Verlag