Wentzel Lothar

Auf unsere französischen Brüder schießen wir nicht! Der Prozess gegen Rosa Luxemburg am 20. Februar 1914 in Frankfurt am Main. Eine kommentierte Dokumentation

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Beschreibung

ungelesen/ Neubuch. Am 20. Februar 1914 wurde Rosa Luxemburg vom Frankfurter Landgericht zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt, weil sie in zwei Reden gesagt hatte: „Wenn wir auf unsere französischen Brüder oder andere Brüder schießen sollen, sagen wir nein.“ Alle ernsthaften Biografien Rosas Luxemburgs erwähnen diesen Prozess. Aber beim näheren Hinsehen stellen sich eine Reihe von Fragen, z.B.: Was hatte die Frankfurter Staatsanwaltschaft veranlasst diesen Prozess einzuleiten? Welche Rolle spielte Denunziation von rechts? Wie war die Reaktion der bürgerlichen Presse? In der sozialdemokratischen Arbeiterpresse löste das Urteil eine große Empörung aus. War die Reaktion so einhellig, wie es schien? Rosa Luxemburg nutzte das Aufsehen, das ihre Verurteilung hervorgerufen hatte, um eine Kette von antimilitaristischen Vorträgen zu halten und Soldatenmisshandlungen anzuklagen. Was lässt sich aus der Resonanz auf diese Kampagne für die Chacen einer Mobilisierung im Falle militärischer Zuspitzung vermuten? Erst 4 Wochen nach dem Ausbruch des Konfliktes, als das österreichische Ultimatum an Serbien bekannt wurde, rief die SPD Führung zu Protestveranstaltungen auf. Annähernd eine Million Menschen folgte in kürzester Zeit dem Aufruf. Mancherorts war dies die größte Kundgebung der Arbeiterbewegung, die je stattgefunden hatte. Aber zu spät. 5 Tage danach begann der Erste Weltkrieg… Mit einem Beitrag von Reiner Tosstorff: Rosa Luxemburgs Verbindungen zur sozialdemokratischen Linken im Rhein-Main-Gebiet.

Zusätzliche Information

Gewicht 600 g
Zustand

152 S., kart.

Autor

Erscheinungsort

Berlin

Erscheinungsjahr

2026

ISBN/ISSN-Nummer

978-3-9827938-8-7

Verlag