Bottici Chiara

Anarchafeministisches Manifest

18,00

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Beschreibung

ungelesen/ Neubuch. „Das anarchafeministische Manifest von Chiara Bottici wurde dieses Jahr beim März-Verlag in deutscher Übersetzung herausgegeben. Die aus Italien stammende und an der New School for Social Research beschäftigte Philosophin skizziert darin treffend die Grundlagen eines zeitgenössischen Anarchafeminismus. Jener ist als eigenständige Position, in Abgrenzung zum nur-liberalen und zum nur-sozialistischen Feminismus zu verstehen. Bottici gelingt es in diesem Zusammenhang – wie Verónica Gago in ´Für eine feministische Internationale´ – queerfeministische und materialistisch-feministische Aspekte zu verbinden, statt von ihrer Unvereinbarkeit auszugehen. Im Grunde genommen fasst die Autorin im Buch Kernpunkte zusammen, welche sie in einem akademischen Buch ausführlicher theoretisch ausgearbeitet hat. Trotz der Tradition anarchafeministischen Denkens und Handelns, als deren erste Vorkämpferinnen unter anderem Louise Michel, Virgina Bolton, He Zhen gelten können, fehlte und fehlt es bislang an umfassenderen Textgrundlagen und Formulierungsversuchen für diese Tendenz. Bottici leistet dazu einen wesentlichen Beitrag… Besonders aufschlussreich ist der dritte Abschnitt des Buches mit dem Titel ´Der souveräne Staat ist das Instrument des souveränen Geschlechts´. Zunächst wird damit eine nachvollziehbare und notwendige Parallel zwischen Patriarchat und Kapitalismus gezogen. Letzterer wird damit keineswegs in seiner Bedeutung relativiert, doch der Fokus liegt auf der Herrschaft weißer Cis-Männer, insofern ihre Herrschaft mit jener von Staaten unentrinnbar zusammengehört. Daher sollen Frauen auch keine Präsidentinnen oder Unternehmen werden, sondern diese Machtpositionen abschaffen. Interessanterweise beschreibt die Autorin Staat als die strukturelle Herrschaft einer privilegierten Minderheit. Mit einem Verweis auf einen Text von He Zhen von 1907 verdeutlicht sie, dass auch eine Herrschaft von Frauen keinen Sinn ergibt. Feminismus darf deswegen nicht als Klassenelitismus und weißes Privileg verstanden werden. Dies wird von Intersektionalitätstheorie schon seit geraumer Zeit thematisiert, ohne dabei zu benennen, dass diese Ansicht schon länger im Anarchafeminismus vorhanden war.“ (paradox-a.de)

Zusätzliche Information

Gewicht 600 g
Zustand

sehr guter Zustand, 107 S., kart.

Autor

Erscheinungsort

Berlin

Erscheinungsjahr

2024

ISBN/ISSN-Nummer

978-3-7550-0037-2

Verlag